Zeitleiste

Das Wichtigste

  • Hinter der Tür liegt keine Gruft, sondern eine Werkstatt: Käfige für Personen, Skizzen von Operationen, eine Kammer mit Ketten und eine Maschine mit roter Flüssigkeit.
  • In einem Versteck hinter Fässern fand Ludwig eine Urne mit zehn Zapfen, aus der zehn verschiedene Flüssigkeiten kommen, dazu drei Tränke und eine Schriftrolle mit Revivify, einem Zauber, der Tote zurückholt.
  • Unter dem Mausoleum liegen Gruben und Hallen voller Särge. In einer Grube warten etwa zwanzig Untote, in einer Halle stehen rund zweihundert Särge hinter Metallgittern, aus denen es klopft.
  • Vier Untote kamen aus der magischen Dunkelheit die Treppe herauf; die Gruppe erledigte sie, Ludwig und Malu wurden dabei getroffen. Für Ludwigs Pakt zählte keiner von ihnen.
  • Ganz unten steht die Aufgabe an der Wand: „Ohne Ordnung, Mut und Schutz versinkt die Welt in Dunkelheit.“ Ludwig holte die Laterne Helms aus der Flammenkammer, und die erste Kerze brannte.

Hinter der Tür

Im Inneren des Mausoleums hängen die Zeichen Torms und Helms an den Wänden, und überall stehen riesige Särge, die schwere Steinplatten verschließen. Die Luft ist abgestanden und schlecht, und Licht gibt es keines; sehen können trotzdem alle vier. Die Decke hoch über den Särgen erkennt nur Ludwig, dessen Blick dank seines Pakts ein Stück weiter reicht.

Die Treppe führt in einen rechteckigen Raum, kälter als oben, mit abgetretenen Zeichen im Boden und einem fauligen Geruch nach Essen. Ludwig hörte ein Schaben und Kratzen und sah, was die anderen nicht sahen: einen Gang und dahinter eine Tür, die mit einer Metallsperre verschlossen ist.

Der Raum selbst wurde offenbar schnell verlassen. Es stehen verrottete Tische und Stühle darin und Käfige, groß genug für Personen. Links führt eine Holztür hinaus, rechts eine kleinere Eichentür, daneben steht eine Truhe. Hinter der Holztür war es vollkommen still, hinter der Eichentür stank es so sehr, dass Ludwig die Tür lieber zuließ; eintreten könnte man sie mit einem Tritt.

In der Truhe lagen zwei kleine Silberbecher, drei leere Kristallflaschen, zwei weitere mit einer dunkelroten Flüssigkeit, eine kleinere mit einer schwarzen, eine kleine Holzfaust und zehn Rollen verrottetes Papier, auf denen nichts stand. Malu erkannte die roten als Heiltränke, dunkler als die ihrer Familie, und die schwarze als Tinte. Sie gab Ludwig und Lyria je einen der Tränke. Dann bat sie Lyria um ihre Hand, weil die Kälte des Geistes aus dem Trauerhof ihr noch anhing; getroffen hatte sie beide. Lyria wusste zunächst nicht, worauf das hinauslief, hielt die Hand aber hin, und Malu heilte sie.

Währenddessen standen Ludwig und Wolfgang an der großen Tür am Ende des Raums, die ein schwerer Eisenriegel verschließt. Dahinter klopfte und gurgelte es, wenn auch nicht unmittelbar hinter der Tür. Nach dem Staub auf dem Riegel zu urteilen ist die Tür lange nicht mehr geöffnet worden.

Die Werkstatt

Hinter der Holztür liegt ein kleiner Raum mit zwei Tischen, Stühlen, bronzenen Kerzenhaltern, Tintenfässern und einem verrotteten Bücherregal. Auf den Tischen lagen Papiere: Skizzen von Operationen, Körper mit eingezeichneten Schnitten, einzelne Arme in verschiedenen Stellungen, dazu ein Wesen mit großen Augen und weit offenem Mund, wie es Lyria von den Statuen draußen kennt. Andere Blätter zeigen Mechanismen für Pfeile und Druckplatten, also Fallen.

Zwei Blätter sind von besserer Qualität und zeigen keinerlei Alterung. Lyria konnte sie nicht lesen; für sie sahen die Zeilen aus, als lägen mehrere Texte übereinander, weil sie keine Magie wirkt. Ludwig und Malu lasen sie ohne Mühe: Es sind Anleitungen für zwei Zauber, Spare the Dying und Glyph of Warding. Im Bücherregal fanden sich nur verrottete religiöse Abschriften sowie Bücher über Anatomie und Mechanik.

Die Metalltür dahinter knackte Lyria auf. Der schmale Raum dahinter hat steinerne Tische, Nischen in der Wand mit Ketten, lang genug für eine Person, und eine Maschine mit Flaschen, an denen dieselbe rote Flüssigkeit klebt. Auf den Tischen liegen unangenehm riechende Steinplatten, ringsum liegt Asche. Hier wurde mit Feuer gearbeitet, und die rote Substanz ist nach Ludwigs Einschätzung von seltsamer Herkunft.

Die Urne

Die stinkende Eichentür ließ sich nicht umgehen. Ludwig band sich Stoff vor Mund und Nase und öffnete; der Gestank schlug ihm entgegen wie eine Wand. Lyria und Malu gingen gar nicht erst mit hinein. Dahinter liegt ein Vorratsraum, der seit Jahrhunderten unberührt ist: stinkende Fässer, Tische, Stühle und Kissen.

Hinter den Fässern entdeckte Ludwig eine Nische mit einem Versteck: vier Flaschen, eine Schriftrolle und eine Urne. Die Rolle zeigt so wenig Alterung wie die Blätter aus der Werkstatt; darauf steht Revivify, ein Zauber, der Tote zurückholt. Malu untersuchte drei der Flaschen: Die durchsichtige sieht aus wie Wasser, doch Malu spürt daran dieselbe Wärme wie beim Beten; die dunkelgraue hat die Konsistenz eines Schutztranks gegen nekrotische Kraft; die weiße kennt sie nicht. Vielleicht hat sie so etwas vor Jahren einmal gesehen, es ist selten, und ob es überhaupt ein Trank ist, weiß sie nicht.

Die Urne trägt kein einziges religiöses Zeichen, dafür Wassersymbole, die früher einmal farbig gewesen sein dürften, und sie ist magisch. Der Deckel lässt sich nicht abnehmen, dafür stecken zehn hölzerne Zapfen darin, und hinter jedem sitzt eine andere Flüssigkeit. Die Gruppe probierte alle durch, Malu mit vorgehaltenem Schild:

  1. Honig, frisch
  2. Säure, die eine Truhe zerfallen ließ
  3. Wasser
  4. Öl, von dem Ludwig ein Drittel in seine Laterne füllte
  5. Bier
  6. Mayonnaise
  7. Wein
  8. Salzwasser
  9. einfaches Gift
  10. Essig

Wie viel man auch herausließ, die Urne blieb gleich schwer. Lyria behielt eine Flasche Gift, Ludwig eine mit Säure, und die Urne wanderte in Wolfgangs Beutel.

Die Gedenkkammer

An der großen Tür spürte Malu mit ihrer Gabe eine böse Gegenwart und sagte es den anderen. Der Riegel ließ sich mit bloßer Kraft nicht heben; erst als Ludwig ein Brecheisen von Wolfgang als Hebel ansetzte, fiel er zu Boden, und die Tür schob sich auf.

Dahinter liegt ein kleiner runder Raum mit der Statue einer betenden Frau, unter deren Augen der Stein dunkler ist, als hätte sie geweint. Von hier gehen drei Türen ab: Hinter der linken wird geknurrt und geklopft, die rechte trägt Helms Handschuh, und geradeaus steht eine Metalltür.

Hinter der rechten Tür führen steile Stufen zu zwei Statuen der Schwesterngöttinnen. Zwischen ihnen hängt eine Steinplatte mit Namen und Rängen, ringsum stehen Kerzenhalter: eine vergessene Gedenkstätte. Malu fiel auf, dass die Platte beweglich ist. Mit Wolfgangs Brecheisen schob Ludwig sie heraus, dahinter liegt eine Kammer voller Schädel, dazu eine Flasche Wasser, eine Robe mit Goldfäden und Räucherwerk. Hineingepasst hätte nur Wolfgang, und niemand wollte, also schob Ludwig die Platte zurück.

Hinab zu den Särgen

Hinter der Metalltür führt eine Treppe im Kreis nach unten, und aus der Tiefe kamen Geräusche, die nach Untoten klangen. Auf halbem Weg gab unter Ludwigs Fuß eine Stufe nach. Er zog den Fuß zurück, fand in der Decke über sich eine schmale Aussparung und drückte die Stufe von weiter weg mit dem Schwert ganz herunter: Ein Pfeil schoss direkt vor ihm herab. Die Stufe ließen sie aus.

Unten liegt eine Kammer, in der früher Kerzen hergestellt wurden, mit Büchern, Tischen, Fässern und fünfundzwanzig Kerzen, die die Gruppe mitnahm. Ein Gang führt hinaus und endet über einer Grube, gut zwanzig Fuß tief. Darin warten etwa zwanzig Untote, die seit Ewigkeiten gegen die Wände schlagen und kratzen. Über die Grube führen zwei schmale, seitlich abfallende Pfade, einer zu einer großen Tür, einer zu einer kleineren.

Lyria nahm den kürzeren Pfad, ohne dass die Untoten etwas merkten. Auf der Hälfte löste sie eine Falle aus: Der Boden gab ein Stück nach, und der ganze Pfad wankte zehn Sekunden lang. Sie hielt sich, atmete danach hörbar aus, und daraufhin warfen sich die Untoten wild gegen die Wand. Am anderen Ende öffnete sie die große Tür und rief den anderen zu, was dahinter liegt: ein Gang nach links und dahinter eine weite Halle: Wände mit Metallgittern, dahinter rund zweihundert Särge, aus denen es klopft, und eine kleine Kiste mit fünf Kerzen und Runen aus Kreide. Es wirkt wie ein letzter Versuch, die Särge dort zu halten, wo sie sind.

Zurück bei den anderen berichteten Lyria und Wolfgang, was sie gesehen hatten. Ludwig war nicht sicher, was der Gruppe das bringt. Weiter ging es nur auf zwei Wegen: zurück nach oben und durch die dritte Tür oder über den zweiten, langen Pfad. Die Gruppe entschied sich für den Pfad, und dass Lyria ihn gehen sollte. Dort löste sie zwei weitere Fallen aus und fing sich beide Male; die dritte sah sie vorher. Hinter der kleinen Tür führt eine Treppe ins Dunkle. Lyria fragte, ob sie hinuntergehen soll, und Wolfgang sagte nein. Danach kamen die anderen über den Pfad, Wolfgang sichtlich nervös, Ludwig und Malu ohne Mühe.

Der Kampf im Dunkeln

Am Fuß der Treppe lag magische Dunkelheit, durch die die anderen drei nichts sahen; Ludwig erkannte darin vier Untote. Die Gruppe machte sich bereit, und Ludwig eröffnete mit einem Stoß dunkler Magie, der die Dunkelheit für einen Moment aufriss und die verfaulten Gesichter zeigte. Der Getroffene stürzte zurück und riss einen zweiten mit, dann kamen sie die Treppe herauf.

Lyria traf mit der Armbrust, Malu mit einer heiligen Flamme, und Wolfgang schickte einen Spinnenschwarm und einen Pfeil hinterher, womit der erste erledigt war. Einer packte Ludwig mit der verfaulten Hand, ein anderer traf Malu mitten ins Gesicht. Wolfgang streckte den vor Malu nieder, Ludwig zerteilte den in der Dunkelheit mit dem Großschwert, und Lyria erledigte den letzten.

Lyria fragte Ludwig, ob er eine Veränderung an sich spüre und ob einer der getöteten Untoten als Opfer für seinen Pakt zählen könnte. Ludwig spürte nichts und verneinte. Die Dunkelheit konnte er auch nicht auflösen; es gebe verschiedene Arten davon.

„Ohne Ordnung, Mut und Schutz“

Weil nur Ludwig sehen konnte, gingen sie als Kette die lange Treppe hinab: Wolfgang auf Ludwigs Schultern, Ludwig an Malus Arm, Malu an Lyrias. Je tiefer sie kamen, desto älter und sorgfältiger gesetzt wirkten die Steine, als hätte man hier unten noch mehr Hoffnung gehabt, das zu versiegeln, was darunter liegt.

Hinter einer Stahltür liegt ein langer Raum. Darin steht ein großer sechseckiger Sockel mit der Statue eines Priesters, dem schwarze Spuren wie Tränen aus den Augen laufen, daneben drei kleinere, leere Sockel. An der Wand hängt eine Platte mit der Inschrift:

Ohne Ordnung, Mut und Schutz versinkt die Welt in Dunkelheit.

Zwei Türen führen weiter, die linke mit einem Sarg darauf, die rechte mit einer Urne; die linke stand offen.

Die Laterne Helms

Hinter der linken Tür liegt ein langer Raum mit einem Mosaik von Helms Zeichen und, am Ende, Metallgittern. Dahinter ist eine große Kammer: links Metallspitzen in Reihen im Boden, dahinter eine Statue mit einer sechseckigen Laterne, deren Licht alle vier sehen konnten, rechts mehrere Tote, die verbrannt aussehen. Während die Gruppe noch redete, richtete sich einer der verbrannten Toten auf und ging auf die Laterne zu. Dabei trat er auf eine der kleinen Platten im Boden: Die Spitzen fuhren aus, und aus der Statue schlug eine Flamme nach ihm. In der Kammer liegen kleine Steine und Metallstücke im Boden, die genau das auslösen, wenn man sie berührt.

Der Gang neben dem Mosaik führte sie durch weitere Türen und Gänge. Ludwig trat auf eine Druckplatte, und aus einem Schlitz in der Wand traf ihn ein Blitz aus hellem Licht frontal; Malu heilte ihn danach. Weiter hinten liegt eine Halle über drei Ebenen mit gestapelten Särgen, von denen manche Löcher haben und deren Gitter teils gebrochen oder geschmolzen sind. Eine Treppe führt zu einer Lichtquelle hinauf, die sich als Falle entpuppte: Luna sah durch den Schlitz nur Licht, und Wolfgangs Mage Hand fand in der Nische nichts als magisches Licht. In einem der Seitengänge steht ein Untoter an der Wand, in dessen Augen etwas grün leuchtet.

Auf dem Rückweg fiel Ludwig auf, dass ein Stück der Wand neben dem Mosaik ein wenig eingedrückt ist. Wolfgang drückte mit Mage Hand dagegen, und eine Geheimtür ging auf. Dahinter liegt ein Raum, in dem Wasser aus der Wand sickert und ein halbrundes Becken füllt, und am Ende steht eine Statue Torms; Malu ging es dort sofort besser. Nebenan steht ein großes Zahnrad mit einem Hebel. Ludwig drehte es, bis es einrastete, und hinter der Wand setzte sich etwas in Bewegung: Die Gitter zur Flammenkammer standen offen.

Wolfgang zündete die Kerzen in Torms Raum an, was vor allem Wärme brachte, und Malu betete. Sie spürte, wie sich ihre Verbindung im Raum und im Wasser ausbreitete, und etwas, das wie Sicherheit war; die Gebete früherer Zeiten haben hier etwas zurückgelassen.

Dann holte Ludwig die Laterne. Er schlich in die Flammenkammer, setzte sich mit Misty Step direkt neben die Statue und nahm sie an sich: ein Sechseck mit ruhigem weißem Licht und Helms Zeichen auf allen sechs Kanten. Zurück im Gang brannte die erste Kerze. Danach kehrte die Gruppe in Torms Raum zurück und legte eine Rast ein.

Wo wir stehen geblieben sind

Die Gruppe rastet in Torms Raum hinter der Geheimtür, mit der Laterne Helms und einer brennenden Kerze. Was Ordnung und Mut bedeuten, muss sie noch herausfinden, und von Ramo fehlt weiter jede Spur.

In dieser Session

Personen & Mächte

Encounter

Orte