Abschied von Weizwasser
Das Wichtigste
- Nach einem gemeinsamen Traum, in dem die Gruppe gegeneinander kämpfte, hielt roter Nebel alle gefangen. Ludwig befreite sie mit einer dämonischen Bronzemünze, die er im Traum gewonnen hatte.
- Nach dem Abschied von Erwin trafen sie Tierfänger, die einen Eulenbären nach Phirun brachten. Ihr Auftraggeber ist der Gebrochene Kreis.
- Den Eulenbären konnte die Gruppe nicht retten, er ist wahrscheinlich tot.
- In einer Taverne am Rand von Phirun erzählten Malu, Lyria und Ludwig zum ersten Mal von ihrer Vergangenheit.
Der geteilte Traum
In der letzten Nacht in Weizwasser hatten alle denselben Traum. Er führte sie in eine Arena auf einer anderen Ebene, wo sie sogar gegeneinander kämpften. Ludwig gewann gegen ein Irrlicht und bekam dafür eine Bronzemünze mit Hörnern und Gesicht, von der unstete, dämonische Magie ausgeht. Als der Traum vorbei war, hüllte roter Nebel alle außer Ludwig ein, den die Münze schützte. Wer darin steckte, merkte nichts davon und glaubte, sich ganz normal zu bewegen, doch in Wahrheit rührte sich sein Körper nicht. Kam Ludwig mit der Münze jemandem nahe, zog sie den Nebel in sich hinein. So befreite er zuerst Lyria, ohne es zu merken, als er aus seinem Zimmer herunterkam, wo sie am Tisch bei der Tür meditierte. Malu glühte rot und sprach mit geschlossenen Augen. Als Lyria wieder zu Ludwig hinunterging, glaubte Malu mitzugehen, obwohl ihr Körper noch im Zimmer lag. Erst unten begriffen Lyria und Ludwig gemeinsam, dass die Münze Lyria befreit hatte, und gingen zusammen hinauf, um Malu zurückzuholen. Danach weckte Ludwig Wolfgang. Als alle wieder bei sich waren, stellten sie fest, dass sie denselben Traum gehabt hatten.
Die Tierfänger
Nach dem Abschied von Erwin, der ihr viel Glück wünschte, verließ die Gruppe Weizwasser und folgte Wolfgangs leuchtendem Pfeil. Luna entdeckte Spuren eines gefangenen großen Tieres mit grauem Fell. In einem Lager, in dem etwas vorgefallen war, fand Wolfgang eine Wünschelrute aus weißem Holz mit einem grünen Stein, und Luna fand schwarzes Sprengpulver.
Am nächsten Tag holte die Gruppe sechs Tierfänger mit drei Wagen ein. Sie brachten einen betäubten Eulenbären nach Phirun und suchten nach genau so einer Wünschelrute. Malu und Ludwig sprachen mit ihnen, erfuhren aber kaum etwas und zogen weiter, weil ein zweites Auftauchen verdächtig gewesen wäre. Stattdessen fragten Wolfgang und Lyria, ob sie mitfahren dürften, und die Fänger nahmen sie fast zu bereitwillig mit. Der Grund: Die Druidin Esna hatte gespürt, dass Wolfgang die Wünschelrute bei sich trug, und sprach ihn am Wagen darauf an, denn es war ihre eigene Rute, die sie verloren hatte. Esna leitete den Transport, war freundlich und wollte wissen, wohin die beiden unterwegs seien. Wolfgang stellte sich als Josef vor, und Esna erzählte, dass die Fänger für den Gebrochenen Kreis arbeiten. Kurz vor der Stadt folgte Lyria den Wagen heimlich und gab danach zu, dass sie sich in der Unterwelt auskennt.
Den Eulenbären konnte die Gruppe nicht befreien. Wolfgang fürchtet, dass Malack ihm das übel nimmt.
Wer seid ihr eigentlich?
Weil die Gruppe nicht viel Geld hatte, übernachtete sie in einer einfachen Herberge am Stadtrand von Phirun, und dort wurde Malu ordentlich abgezockt: Sie wollte kein Bier, also bot ihr der Wirt Wein an und verlangte dafür weit mehr als für das Bier der anderen. Spät am Abend erzählten Malu, Lyria und Ludwig zum ersten Mal von ihrer Vergangenheit:
- Malu stammt aus der wohlhabenden Familie Solanum, die mit Tränken arbeitet. In ihrer Familie war sie nie wirklich willkommen, nur ihre Mutter mag sie, und mit ihr schreibt sie sich Briefe. Als eine Einladung der Gilde kam, verließ sie ihr Zuhause.
- Lyria wuchs praktisch in der Unterwelt auf. Sie gehörte dort zu einer Gruppe, die auseinandergerissen wurde, und arbeitete danach eine Weile allein.
- Ludwig verlor seine Familie, als ein Monster seine Heimat angriff, und Abenteurer brachten ihn zur Gilde. Warum er Waffen aus dem Nichts ziehen kann, weiß er selbst nicht.
Die Gruppe übernachtet in einer günstigen Taverne am Rand von Phirun. Lyria weiß, wohin die Wagen der Tierfänger gefahren sind.