Das Wichtigste

  • Nach einem letzten Abendessen verabschiedete sich Aston. Er bleibt über Botschaften erreichbar, die mit dem Gruppennamen unterzeichnet sind.
  • Nachts durchsuchten Lyria, Malu und Wolfgang unsichtbar Astons Büro. Lyria fand Akten über einen Gefangenentransport aus Torelm, der vor drei Jahren auf Kalvins Betreiben verschwand, und darin den Namen der Anführerin ihrer alten Gruppe.
  • Ein Tagebuch Astons ist mit Glyphen gesichert. Auf Malus Drängen ließ Lyria es liegen, und die beiden gerieten heftig aneinander.
  • Auf dem Weg aus Esterin feierte die Gruppe eine Nacht lang mit dem Zirkus Schwarzrose.
  • Als die Sängerin Tulin eine silberne Glocke anschlug, zwang Ludwigs Patron ihn in einer Vision, sie zu töten. Ludwig erwachte neben ihrer Leiche. Der Pakt verlangt „von Vollmond zu Vollmond vier Opfer“.

Ein letzter Abend bei Aston

Während die anderen im Spielzimmer saßen, gönnte sich Malu ein Bad und ging danach in den Gebetsraum. Sie wusste nicht, wie es nach Lyrias Enthüllung weitergehen sollte, und wollte ihr helfen. Im Gebet wich ihre Anspannung einer ruhigen Wärme und dem Gefühl, dass sie bald eine Gelegenheit bekommen wird, sich zu beweisen. Wolfgang betete mit dem Emblem des Silvanus, doch Silvanus schwieg. Malack dagegen antwortete, und Wolfgang spürte tiefen Respekt.

Zum Abendessen holte sie Carlos ab, ein etwa neunzehnjähriger Halbling aus Astons Dienerschaft. Aston begrüßte sie als „Dreieinhalb Schleichi“, lobte ihre Arbeit und fragte nach ihren Plänen. Als Nächstes steht wohl die Gilde an, denn die Gildengebühr ist fällig. Wer Aston erreichen will, soll eine Botschaft mit dem Gruppennamen unterzeichnen, dann kommt sie in ein paar Tagen bei ihm an. Er selbst wird ihnen weiter den Blutfalken schicken. Nach dem Essen verabschiedeten sich Aston und Elani.

Die Gruppe blieb noch eine Nacht. Malu wollte in Esterin mehr über Kalvin und Lyrias Vergangenheit herausfinden. Lyria war dagegen und wollte nur noch weg.

Astons Büro

Nachts erzählte Malu Lyria von ihrem Gespräch mit Aston im Garten. Lyria zweifelte: Dass der chaosliebende Anführer der Schar der Schatten einfach Geld nimmt und geht, fand sie seltsam, und sie ist sicher, dass Aston für seinen Rang auch zwielichtige Dinge getan hat. Die beiden beschlossen, sein Büro zu durchsuchen. Um Mitternacht machte Ludwig Malu und Lyria unsichtbar, Wolfgang trank einen Unsichtbarkeitstrank, Lyria knackte das Schloss, und Wolfgang legte Stille über den Schreibtisch.

In den Schubladen fand Lyria:

  • Schreiben zur Einweihungsfeier der Prinzessin, meist zwischen Aston und Leuten der Krone.
  • Die Papiere, mit denen Aston Kalvin erpresst hatte: Gerichtsakten von vor drei Jahren über einen Gefangenentransport aus Torelm. Acht Gefangene verschwanden, darunter die Anführerin von Lyrias alter Gruppe. Kalvin hatte das Verschwinden offenbar geplant und die Gefangenen nicht dem zuständigen Ordnungshüter Egor Sarun übergeben, der damals in Torelm arbeitete. Unterschrieben hatte Aston als Richter, gegengezeichnet eine Person namens Delo.
  • Briefe zwischen Aston und dem Arkanen Zirkel über die pinken Kristalle. Niemand weiß, woher sie stammen. Sie verstärken Magie und lassen sie über große Entfernungen wirken, brauchen dafür aber mächtige Magie. Als man versuchte, ihre Magie abzuschneiden, wurde ein Stein durchsichtig.
  • Unterlagen darüber, wie man Knochen von Tieren und Monstern erhält, und eine von Hitze gezeichnete, handgemalte Karte mit Lagern, Zelten, einem Dorf und einem Pfad zu Türmen am Meer.
  • Ein dickes Tagebuch aus weißem Leder mit dem Zeichen des Primus und drei kleinen Schlössern.

Malu war die ganze Zeit wie erstarrt, weil ihr plötzlich klar wurde, was sie da taten. Sie wollte sofort gehen, Lyria wollte unbedingt das Tagebuch öffnen. Malu erkannte auf jedem der drei Schlösser eine Schutzglyphe und befahl Lyria, es liegen zu lassen. Lyria legte alles zurück, schloss das Büro wieder ab und ging wortlos.

In Wolfgangs Zimmer erzählte Lyria von den Akten und dem Namen, verschwieg aber das Tagebuch. Malu zitterte und schwieg.

Abschied von Esterin

Am Morgen hatte Malu kein Auge zugetan und ritt deshalb bei Ludwig mit. Die Pferde heißen übrigens Rüdiger (Wolfgang), Rupert (Lyria) und Stefan (Ludwig und Malu). Die Gruppe verkaufte ein erbeutetes Wachpferd für 10 Gold und verließ Esterin durch das Nordtor. Vor ihr lag eine Woche Reise über Handelswege, vorbei an dem verlassenen Haus mit der Puppe.

Der Zirkus Schwarzrose

Nach etwa fünf Tagen stieß die Gruppe bei Sonnenuntergang auf fünf bunte Wagen: den Zirkus Schwarzrose. Dazu gehören die Sängerin Tulin, eine Tieflingfrau mit hellblauer Haut und silbrigem Kleid, ihr ähnlich aussehender Bruder Rosé, der den Zirkus leitet und mit Feuer zaubert, ein unglaublich muskulöser Zwerg, ein Goliath und ein kleiner Kenku mit dunkelgrauen Federn. In einem Tierwagen lebt Rusty, der Metall frisst. Der Zirkus kam aus Phirun und will nach Torelm, das sein 800-jähriges Bestehen feiert.

Es wurde ein ausgelassener Abend mit Bier aus dem Fass. Die Artisten wollten Ludwig am liebsten in den Zirkus holen. Der Goliath hob einen ganzen Wagen hoch, der Zwerg stemmte daraufhin Malu mehrmals in die Luft, und alle tanzten ums Feuer. Leider verriet die Gruppe im Suff, dass sie reich ist. Der Kenku klebte an Lyria und brüllte ihr „SAUFEN“ entgegen.

Ludwigs Patron

Tulin nahm Ludwig mit in einen Wagen, um ihm ihr Lieblingsinstrument zu zeigen. Dort hingen silberne Glocken, und als sie eine davon anschlug, fand sich Ludwig in einer Vision wieder: Um ihn herum hingen Bronzeglocken, in denen statt Klöppeln Menschen hingen, und vor ihm saß Tulin gefesselt auf einem bronzenen Stuhl. Eine Hand legte sich auf seine Schulter, und eine Stimme sprach: Sein Schicksal sei besiegelt, seit er das Schwert aufgenommen habe, und egal, was er tue, das Ende sei dasselbe. Sie befahl ihm, Tulin zu töten, und Ludwig tat es. Eine dunkle Hand nahm ihren hellblauen Geist, und die Stimme stellte ihre Bedingung:

„Wenn du derjenige bleiben willst, der entscheidet, wer stirbt: von Vollmond zu Vollmond vier Opfer. Hör auf mich, und unsere Abmachung nützt uns beiden. Schließlich willst du das Monster finden.“

Als Ludwig erwachte, lag Tulin wirklich tot vor ihm. Sein Schwert schien größer geworden zu sein, mit kleinen Schnitzereien von Augen und Glocken.

Die Flucht

Ludwig warf das Schwert von sich, zeigte Lyria den Wagen und trug Wolfgang einfach davon. Lyria holte Malu mit einer Ausrede, die der Kenku sofort durchschaute. Die Gruppe floh auf den Pferden, Wolfgang wirkte Stille, Ludwig Dunkelheit, und hinter ihnen hörten sie den Zirkus schreien.

In der Nacht erzählte Ludwig von der Waffe, dem Pakt und den Befehlen, denen er nicht widerstehen kann, und von einer Gestalt mit einer Glocke. Malu hält seitdem ein kleines bisschen Abstand zu ihm und vermutet einen Dämon oder Teufel. Nach Torelm will außer Lyria niemand mehr.

Wo wir stehen geblieben sind

Die Gruppe ist vor dem Zirkus in die Nacht geflohen und schleicht jetzt zurück. Sie will Tulins Leiche verschwinden lassen, ohne dass Malu ihren Eid bricht. Der vorläufige Plan ist, dass Ludwig sich als Tulins Bruder Rosé verkleidet und Chaos anrichtet.

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