Alle Encounter

Auf dem Rückweg durch den Silvaniwald erschienen der Gruppe grünliche Lichter, welche sie augenscheinlich vom Weg abbringen wollten. Nach einem Gebet mutmaßte Malu, dass der Wald gestresst wäre und ihre Hilfe benötigen würde. So folgten sie den Irrlichtern, welche sie in einen toten, von verrotteten Pflanzen und gefallenen Bäumen geprägten Teil des Waldes führten. Ihre gehuften Gefährten schienen einen starken Drang zu verspüren, sich etwas Unbekanntem inmitten dieser Verwüstung zu nähern. Als die Lichter erloschen, erspähte die Gruppe sie: Eine gigantische Knospe, groß wie ein Baum, welche in allen möglichen und unmöglichen Farben schimmerte. Ihre Hauptblüte ragte gen Himmel, während kleinere Blütenköpfe an der Knospenseite in alle Richtungen ragten und ihre unbeschreibliche Schönheit zur Schau stellte. Die Luft selbst wurde von einer wabernden Masse reiner Schönheit durchzogen, als die Pflanze die Anwesenheit der Gruppe bemerkte. Einige konnten dem Ruf nicht widerstehen und bewegten sich auf das Beet an Blumen, welche den Beauty-Blight inmitten des toten Waldes umgab, zu.

Plötzlich schossen Ranken aus dem toten Waldboden. Ein mit langen, rosenartigen Stacheln überzogenes Exemplar packte Wolfgang und riss ihn in Richtung der Blüte, während eine größere, mit wunderschönen Blüten überzogene Ranke Malu packte, und sie langsam mit eben diesen Blüten assimilierte. Erst die Intervention von Elani und Ludwig konnte die beiden aus ihren Miseren befreien. Doch als die Ranken zerstört schienen, tauchten weitere aus dem Erdreich und rissen Ludwig in das Blumenbeet, welches sich als klebrige, Lebenskraft raubende Falle entpuppte.

Nach einem langen Kampf, geprägt von Feuer und Klingen, war es ein Bolzen aus Lyrias Armbrust, welcher die Außenhaut der Blüte zum Bersten brachte. Sie explodierte förmlich und das schleimähnliche Innenleben ergoss sich über Ludwig, dessen Leben bereits an seidenem Faden hing. Als würde die Zeit selbst schneller vergehen, zerfiel die Blüte wie ihre unermessliche Schönheit zu Staub und hinterließ neben einem knöchrigen Stamm nur ein kleines Emblem, welches vom Naturgott Silvanus gezeichnet war.

Als die Gruppe den Ort des Gefechts verließ, begannen bereits erste grüne Halme aus dem toten Boden zu sprießen.